Kategorie: Abenteuer Nordamerika

20 Jul

Echte Kerle…

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 7 Comments

Dieser Cowboyhut ist keine Verkleidung. Diese Hände sehen aus, als ob sie gut austeilen könnten. Als Dean sich die Handschuhe über seine Pranken streift spuckt er einen letzten Schwall braune Kau-Tabak-Spucke in den trockenen, mit Pferdemist vermischten Staub. Im Hintergrund wiehern Pferde und ein Bulle schnauft aggressiv hinter dicken Eisenstangen, die ihn von der Arena trennen. Er wird gleich den Kürzeren ziehen gegen Dean… Endlich ist es soweit. Etwa 3000 Zuschauer springen begeistert und johlend auf, als Dean, auf seinem stattlichen Quarter-Horse sitzend, zeitgleich mit dem Bullen in die Arena entlassen wird.

Ein unverzichtbares Accessoire auf einem Rodeo-Event...

Dean ist Bull-Wrestler und einer der besten seiner Zunft. Bei diesem gefährlichen Rodeo-Event, auch „Bulldogging“ genannt, reitet der Cowboy im vollen Galopp neben dem Bullen her, springt von seinem Pferd auf das Tier und packt es bei den Hörnern. Mit viel Kraft aber vor allem der richtigen Technik wird der Bulle auf die Seite geworfen.  Sobald alle vier Hufe keinen Bodenkontakt mehr haben, wird die Zeit gestoppt.  Gerade mal sieben Sekunden hat es dieses Mal gedauert.

Den Tieren – und das steht bei Rodeo-Events absolut im Vordergrund – wird kein Leid angetan. Die Einzigen, die humpeln, sind nach diesem Abend die Zweibeiner. Doch das gehört einfach dazu. Für einen Torero, der einen Bullen mit einem Speer oder Säbel tötet und dabei „Frauenkleider“ trägt, hat Dean nur Verachtung übrig.“ Wenn Rinder getötet werden, dann nur für ein gutes Steak…“, so sagt er mir später.

Vorbereiten auf den großen Moment...

 

Das Bull-Wrestling ist nur eine von vielen Disziplinen an diesem Abend. Des Weiteren gibt es noch das klassische Rodeo (Reiter auf wilden Pferden), Bull Riding (Reiter auf wilden Bullen), Team Roping (zwei Reiter müssen mit den Lassos eine Kuh fangen), Barrel Racing (auf Zeit um mehrere Tonnen reiten) und zwei Disziplinen, die sich in den Pausen besonderer Beliebtheit erfreuen.

Fragt in dieser Gegend mal einen kleinen Jungen, was er später einmal werden möchte...

 Zum einen das sogenannte „Mutton Bustin“ , bei dem sich kleine Kinder mit Schutzweste und Helm so lange wie möglich auf einem Hammel halten müssen – großartig! Außerdem noch „Catch the Cow“ – auf der einen Seite der Arena stehen drei Kühe, denen bunte Bänder an die Hörner gebunden wurden und auf der anderen Seite etwa 50 Kinder um die zehn Jahre alt, die auf Kommando losrennen dürfen, um eines der Bänder zu ergattern. Selten habe ich Kinder so stolz strahlen sehen, wie die kleinen Gewinner dieser Wettbewerbe.

Ich habe mich köstlich amüsiert und möchte mich bei den Veranstaltern bedanken, die mir auf meine Anfrage einen Blick hinter die Kulissen gewährten, mir die unglaublich komfortable Unterkunft im „Stanley Hotel“ (Stephen Kings Inspiration für sein Buch „Shining“) besorgten und so einen unvergesslichen Abend schenkten.

„Miss Rodeo Colorado“ – eine Auszeichnung, die im Westen der USA einen sehr hohen Stellenwert besitzt. Wer diesen Titel innehat, muss Reiten können wie der Teufel und dazu auch noch gut aussehen.

 

Wer mein Buch "Oman-Island" gelesen hat, der weiß, wie froh ich war, endlich einen Elch zu sehen... 🙂

Durch den "Rocky Mountains Nationalpark" in Richtung Wyoming

Durch die Rocky Mountains ging es tags darauf in den Yellowstone Nationalpark, wo ich gestern Abend angekommen bin.  In dem größten und ältesten Nationalpark (1872!) der USA werde ich wohl zwei Tage bleiben, bevor es weiter in Richtung Seattle geht. Auf den knapp 2000 Kilometern werde ich erstmals auf einer Reise meine Landkarte und das GPS in meine Koffer verbannen und mich treiben lassen. Einzig die Empfehlungen der Einheimischen und vor allem Zufälle sollen mir den Weg zeigen. Nach vier ziemlich durchgeplanten Wochen in Utah und Colorado, wo jeden Tag ein anderes Highlight auf mich wartete, freue ich mich jetzt darauf, NICHT zu wissen, wohin es mich am nächsten Tag verschlagen wird.

Vorbei an dem "Grand Teton" in Richtung Yellowstone

Erstmal macht sich dieser Tage übrigens auch das Gefühl breit, dass diese Reise in wenigen Wochen enden wird. Mit dem berühmten weinenden und lachenden Auge sehe ich diesem Moment entgegen. Neben den vielen persönlichen Aspekten freue ich mich besonders darauf, mich nach meiner Rückkehr in die Arbeit zu stürzen. Eine neue Multivisions-Show soll entstehen (Anfragen diesbezüglich für das erste Quartal 2012 können ab sofort an mich gestellt werden) und ich freue mich darauf, meine Geschichte zu Papier zu bringen. Was dieses Mal aber die größte Herausforderung für mich werden wird sind die über 100 Stunden Filmaterial, die bislang zusammengekommen sind. Mich reizt die Herausforderung, daraus einen spannenden und vor allem auch unterhaltsamenFilm zu machen, der meine Handschrift tragen soll…

16 Jul

Wenn der Himmel seine Schleusen öffnet…

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 6 Comments

Ein ungutes Gefühl macht sich in der Magengrube breit, als ich von Colorado Springs kommend auf Denver zufahre. Etwa einhundert Kilometer noch und ich habe es endlich geschafft. Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal mit solcher Sorge den Himmel beobachtet hätte. Eine riesige, tief schwarze Wolkenfront breitet sich im Norden wie ein Gegner vor mir aus. Unwetter, so habe ich bereits am eigenen Leib erfahren, sind in den USA von einem anderen, Furcht erregenden Kaliber. Wenn Petrus es nicht gut mit einem meint, dann kann man was erleben.

Am nächsten Abend ein wesentlich entspannteres Bild.

Am nächsten Abend ein wesentlich entspannteres Bild. Dennoch jeden Abend Regen...

Immer wieder werde ich von starken Böen durchgeschüttelt und bekomme eine gute Ladung Regen nach der anderen ab. Dann scheint plötzlich die Sonne wieder mit Kraft durch kleinste Wolkenlücken und lässt den schwarzen Asphalt dampfen. Ein kurzer Moment der Erleichterung, bis die Welt einen Augenblick später wieder unterzugehen scheint. Man muss dazu sagen, dass die USA dieser Zeit von Wetterkapriolen gebeutelt werden, die es so seit Wetteraufzeichnung noch nicht gegeben hat. Unter Missachtung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit und alles andere als defensiver Fahrweise erreiche ich mein Hotel in „LoDo“ (Lower Downtown) kurz bevor der Regen an meine intimsten Stellen vorgedrungen ist. Schwein gehabt – zumindest fürs Erste…

Als ich gut zwei Stunden später zusammen mit einem guten Dutzend Bikern, Truckern, Punks und einem schwulen Frisör am Tresen der Bar „Rockaway Tavern“ sitze, geht das meteorologische Spektakel erst so richtig los. Es kracht, donnert und schüttet. In weniger als einer halben Stunde steht das Wasser kniehoch auf den Straßen. Der Himmel zuckt und obgleich es eigentlich finstere Nacht ist, wird die Stadt im Sekundentakt taghell erleuchtet.Ein bedrohliches Szenario, mit dem die Menschen hier bemerkenswert gelassen umgehen.  Obwohl der Wirt sogar Eimer aus dem Keller holen lässt, um das Wasser aufzufangen, das durch die Löcher im Dach des Etablissements tröpfelt, lässt sich keiner von der eigentlichen Attraktion des Abends ablenken: Punkrock und Heavy Metal Karaoke sind angesagt. Bis tief in die Nacht bin ich in dem Laden „gefangen“. Das Unwetter draußen wird mir von Runde zu Runde Bier und Jägermeister, die wir auf den Regen trinken, gleichgültiger wird. Vor der Aufgabe zu singen, darf sich übrigens keiner drücken. Steve, der Frisör, der mit Abstand beste Sänger des Abends, nötigt alle, auch mich, das Mikrofon zu ergreifen und auf die Bühne zu gehen. Meine Wahl fällt ausgerechnet auf „I was born to lovin you“…

Denver - eine der wenigen Städte in denen ich mir vorstellen könnte, zu leben.

Denver - eine der wenigen Städte in denen ich mir vorstellen könnte, zu leben.

 

Am nächsten Morgen ist das ganze Schauspiel wieder vorbei. Ein strahlend blauer Himmel und ein übler Schädel lassen den gestrigen Abend wie einen Traum erscheinen. Ich habe scheinbar auch geträumt, dass zwei große Männer in Frauenkleidern neben mir auf der Toilette standen.Einer links, einer rechts. Als ich eben meine Videos gesichtet habe, die ich mit meiner „Notfallkamera“ gedreht habe, musste ich entsetzt feststellen, dass es kein Traum gewesen ist… Mehr Infos gibt es an dieser Stelle nicht!

Denver – und das sage ich ohne den ersten Abend in die Wertung mit einzubeziehen – gefällt mir von allen Städten der USA bislang am besten. Es ist zum einen die Lage in den Rocky Mountains, die mir behagt, vor allem aber das reichhaltige kulturelle Angebot, die Restaurant- und Kneipenszene, die mich an Berlin erinnert und die Lockerheit der Menschen, dieser Stadt. Anders als in San Francisco oder Los Angeles gibt es keine Sperrstunde und die Bürgersteige werden nicht hoch geklappt. Vielleicht wird in der von Goldgräbern gegründeten Stadt auch deshalb das meiste Bier getrunken. Dies hat zur Folge , dass eine beträchtliche Anzahl überraschend guter Brauereien die knapp 600.000 Einwohner (ca. 3 Mio. im Großraum) versorgt. Die meisten Brauereien sind sogenannte „Micro-Breweries“, kleine unabhängige Betriebe, die vornehmlich für den eigenen Ausschank produzieren. Aber auch „Coors“ eine der größten Brauereien der Welt ist in den Rocky Mountains zuhause. Ähnlich wie ich es aus meiner Heimat Siegen kenne (Krombacher Pils, Eichner Pils, Erzquell, ect.) kann man die meisten Brauereien kostenlos besichtigen und sich einen hinter die Binde kippen.

Das Railroad Museum in Golden bei Denver. Unglaublich, was in der Zeit der Erschließung des Westens vor gut einhundert Jahren für Monster auf den Schíenen unterwegs waren...

Das Railroad Museum in Golden bei Denver. Unglaublich, was in der Zeit der Erschließung des Westens vor gut einhundert Jahren für Monster auf den Schíenen unterwegs waren...

 

Mit der Pikes Peak zahnradbahn auf den höchsten befahrbahren Punkt der USA (4309 Meter ü.n.N)

Mit der Pikes Peak zahnradbahn auf den höchsten befahrbahren Punkt der USA (4309 Meter ü.n.N)

 

Das Selbe anschließend mit dem Motorrad - der höchste Punkt dieser Reise

Das Selbe anschließend mit dem Motorrad - der höchste Punkt dieser Reise (Der Helm macht mir wieder eine lustige Frisur:-)

12 Jul

Eine Woche wie eine Ewigkeit

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 3 Comments
Die verstärkte Kette hat gut was einstrecken müssen...

Die verstärkte Kette hat gut was einstrecken müssen...

Es ist zwar nur eine Woche seit meinem letzten Eintrag vergangen, doch es kommt mir so vor, als sei es eine Ewigkeit gewesen. Selten habe ich in einem so kurzen Zeitraum soviel erlebt. Ich hatte kaum Gelegenheit, um Luft zu holen, geschweige denn, diesen Blog zu pflegen… Als ich endlich mal wieder eine der wenigen Gelegenheiten hatte, online zu gehen (Mc Donalds ist da eine feste Anlaufstation geworden), musste ich feststellen, dass ich weder Texte, noch Fotos aufgrund technischer Probleme hochladen konnte. Nun denn, hier die Informationen in konzentrierter Form…

Zudem hatte ich noch einigen andere Baustellen: eine Festplatte mit Daten hat sich verabschiedet (schon die dritte auf dieser Reise – gut, dass ich mittlerweile vier  Stück dabei habe und auf absolute Nummer Sicher gehe), diverse Verschleißteile an meinem Motorrad mussten ausgetauscht werden und ich habe (bislang vergeblich) versucht, eine meiner Kameras zu reparieren. Bei einer Wanderung durch die „Great Sand Dunes“ hat das bislang so treu arbeitende Stück den Geist aufgegeben.

Dann war da noch der deutsche Wohnmobilfahrer, der mit seinem gemieteten Monstrum mein Motorrad beim Ausparken umgenietet hat. Der Drecksack wollte sich aus dem Staub machen, ist aber wiederum von einem anderen Deutschen daran gehindert worden. Aus verschiedenen Gründen, auf die ich noch nicht eingehen kann, musste ich auf die Polizei verzichten…

Silverton - meine "Lieblingsstadt" in den San Juan Mountains

Silverton - meine "Lieblingsstadt" in den San Juan Mountains

Hier ist man noch mit zünftigen Fahrzeugen unterwegs...

Hier ist man noch mit zünftigen Fahrzeugen unterwegs...

Es gibt unzählige Off-Road-Pässe zu erkunden (hier der Imogene auf knapp 4000 Metern)...

Es gibt unzählige Off-Road-Pässe zu erkunden (hier der Imogene-Pass auf knapp 4000 Metern)... Die Kamera, die ich mir hier an den Helm gepappt habe, hat im Sand die Flügel von sich gestreckt...

...und alte "Ghost-Towns" aus der Goldgräberzeit laden zu spannenden Erkundungen ein. Dieser Teil Colorados versetzt einen zurück in die Kindheit und lässt einen träumen...

Alte "Ghost-Towns" (hier Yankee Girl Mine)aus der Goldgräberzeit vor über 100 Jahren laden zu spannenden Erkundungen ein. Dieser Teil Colorados versetzt einen zurück in die Kindheit und lässt einen vom Wilden Westen träumen...

Ich habe einen Hund gesehen, der auf den original Grammy (der wichtigste Musikpreis der Welt) von Milli Vanilli gepisst hat, habe mit einem durchgedrehten Freak gesprochen, der seit 43 Jahren an seinem eigenen Schloss baut und vermutlich der größte Verschwörungstheoretiker unter der Sonne ist, ich habe gesehen, dass es man Campingplätze auch attraktiv gestalten kann, bin mit einer 100 Jahre alten  Dampflok der „Rio Grande Railroad“ auf den „La Veta Pass“gefahren, wo ein paar bekannte Country- und Westernmusiker ein exklusives Konzert gegeben haben,und und und. Es wäre einfach zu umfangreich, um hier, bei einem „Big Mac Menü“ alles nieder zu schreiben. Dafür werde ich in Köln noch genug Zeit haben… Schaut Euch aufs Erste einfach die Bilder an.

Beste Grüße

Erik

Wanderer am Rande des gewaltigen"Great Sand Dunes National Parks"

Wanderer am Rande des gewaltigen"Great Sand Dunes National Parks"

 

Das Schloss von John Bishop - einfach unglaublich, was zwei Hände in 43 Jahren erschaffen können...

Das Schloss von John Bishop - einfach unglaublich, was zwei Hände in 43 Jahren erschaffen können...

 

Weder Elspe noch Bad Segeberg - dies ist eine echte Kulisse! Eine der besten und authentischsten Unterkünfte bislang. Das Red Cone Retreat- geführt von Karin Freudenberg, die vor über 30 Jahren in den USA eine neue Heimat gefunden hat.

Weder Elspe noch Bad Segeberg - dies ist eine echte Kulisse! Eine der besten und authentischsten Unterkünfte bislang. Das Red Cone Retreat- geführt von Karin Freudenberg, die vor über 30 Jahren in den USA eine neue Heimat gefunden hat. http://www.redconeretreat.com/

Unfall beim Ausparken. In Deutschland hätte ich anders reagiert...
Unfall beim Ausparken. In Deutschland hätte ich anders reagiert…

 

Campen wie in der guten alten Zeit...

Campen wie in der guten alten Zeit...

 

Ohne Worte...

Ohne Worte...

Nächstes Jahr wird ein großer Musiker eine begehrte Trophäe erhalten, die ich alter "Metaller" persönlich entgratet habe...

Nächstes Jahr wird ein großer Musiker eine begehrte Trophäe erhalten, die ich alter "Metaller" persönlich entgratet habe...

Auch diese Landschaft hat Colorado zu bieten

Auch diese Landschaft hat Colorado zu bieten

02 Jul

Ein Indianer im Cowboy-Kostüm

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 8 Comments

Adrian ist 27 Jahre alt. Ein Kerl wie Du und ich. Wenn man mit ihm spricht und er über Frauen redet, dies und das, er seine Witze macht und seine Lieblingsbands nennt (Black Metal), dann denkt man nicht im Traum daran, das Adrian eigentlich eine Berühmtheit ist. Er ist vom Stamm der Navajo, ein begnadeter Reiter und vermutlich der meist fotografierte Indianer aller Zeiten. Während ich die Gelegenheit habe, lange mit ihm zu quatschen, kommt es mir so vor, als sei er sich überhaupt nicht dessen bewusst, wie viele Menschen ihn jeden Tag ablichten, ohne jedoch sein Gesicht zu kennen.

Die Fahrt durchs Monument Valley ist ein ganz besonderes Erlebniss - auch wenn man sich für eine geführte Tour im Geländewagen entscheidet

Auf dem Weg durchs Monument Valley

Fotografiert zu werden und dafür ein gutes Trinkgeld zu bekommen, ist seit ein paar Jahren Adrians „Beruf“ – ein Beruf den er von seinem Vater übernommen hat, genau wie dieser es schon von seinem Vater tat, damals in den 50er Jahren. Die meisten von Euch haben einen von den dreien ganz sicher schon einmal auf einem Bild gesehen. Sei es in einem Reiseführer, der „Wendy“:-), in der Werbung oder sonst irgendwo. Das Bild ist einfach legendär. Ein Reiter, der stets eine blaue Jeans, ein rotes Hemd und ausgerechnet einen Cowboyhut trägt. Mit diesen Kleidungsstücken, die er als „Trademark“ bezeichnet, sitzt er auf seinem Pferd „Pistol“ und steht auf einem Felsvorsprung mitten im Monument Valley. „John Ford’s Point“ heißt der Ort, benannt nach dem berühmten Hollywood Regisseur, der hier mit John Wayne vor der Kamera große Kinogeschichte schrieb.

Dieses Bild ist weltbekannt - es war stets Aron oder jemand aus seiner Familie und immer trägt er eine Jeans und ein rotes Hemd - "Trade Mark", wie Aron sagt...

Dieses Bild ist weltbekannt – es war stets Adrian oder jemand aus seiner Familie und immer trägt er eine Jeans und ein rotes Hemd – „Trademark“, wie Adrian sagt…

 

Etwa jede Stunde, wenn wieder ein Fahrzeug der „Gouldings Company“ (der angeblich beste Anbieter für geführte Touren) am Horizont zu erspähen ist, dann streift sich Adrian das rote Hemd über und trottet auf seinem Pferd gemächlich zu der Stelle, die früher als Kamerastandort diente. Auch heute klicken hier die Kameras. Tausendfach am Tag, während der „Cowboy-Indianer“ nichts anders zu tun hat, als auf seinem Pferd zu sitzen und in die Ferne zu starren. Touristen lieben diesen Anblick. Mehr „Wild Wild West“ auf einem Bild, das geht einfach nicht.

Gut zwei Stunden bleibe ich und unterhalte mich mit Adrian. Ob auch sein Sohn die Tradition fortführen werde, möchte ich wissen, nachdem wir uns über Gott und die Welt unterhalten haben. „Bislang habe ich nur eine Tochter“, antwortet er, während sein Gesicht schelmisch grinst und er dabei seinem Pferd die Mähne mit einer Küchenschere stutzt, „aber ich arbeite daran“. Als ich mich verabschiede stelle ich ihm eine Frage, die mir nicht leicht über die Lippen kommt: „Warum um alles in der Welt verkleidet sich ein stolzer Navajo Indianer ausgerechnet als Cowboy, dem Feindbild vieler seines Stammes?“ Er lacht. „Das hat mein Großvater so entschieden. Er hatte damals Angst, als Indianer von einem „Red Neck“ vom Felsen geschossen zu werden.“ Er lacht wieder. „Nein, Blödsinn! Mein Großvater war ein schlauer Mann. Er hat schnell begriffen, dass er als Cowboy einfach mehr Geld verdienen kann“. Außerdem, so sagt er, seien die Sachen, die ein Cowboy trägt viel bequemer als der „Indian Stuff“…

"Navajo-Cowboy" in dritter Generation

„Navajo-Cowboy“ in dritter Generation

 

Als würde John Wayne jeden Moment um die Ecke geritten kommen

Als würde John Wayne jeden Moment um die Ecke geritten kommen

Goodbye Utah!

Über diverse Offroad-Strecken (ich habe in den USA mittlerweile mehr und anspruchsvollere Offroad-Kilometer gesammelt, als auf allen Reisen zuvor), bin ich zurück in Richtung Moab gefahren. Nach einer Nacht im Canyonlands National Park, bei der ich ein fürchterliches Unwetter erlebt und im Zelt vor Angst kaum ein Auge zugemacht habe, war leider der Zeitpunkt gekommen, mich von diesem wundervollen Fleck Erde zu verabschieden. Utah hat eine bleibende Erinnerung hinterlassen und ist ganz weit nach oben geschossen auf der Liste jener Orte, die mich bisher am meisten beeindruckt haben.

Kurz vor dem Sonnenuntergang im Canyonland National Park. Ein Unwetter braut sich über dem Green River zusammen.

Kurz vor dem Sonnenuntergang im Canyonlands National Park. Ein Unwetter braut sich über dem Green River zusammen.

„Welcome to Colorful Colorado“

Eben bin ich in Colorado angekommen.

Alleine der erste Eindruck vermittelt mir das Gefühl, dass ich auch hier eine verdammt gute Zeit haben werde…

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Der „Scenic Rim Rock Drive“ im Colorado National Monument – eine knapp 40 Kilometer lange Strecke entlang der Abbruchkante des Red Rock Canyon. In jedem Land DAS Highlight, hier kaum bekannt. (man achte auf das Auto als Größenvergleich…)

Mein "Lieblings-Schild"

Mein „Lieblings-Schild“

28 Jun

Erste Blessuren

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 8 Comments
Kein Ort den ich zum Übernachten empfehlen kann. Moskitos fressen einen bei lebendigem Leibe auf. Einzig der Name des Ortes war für mich ein Grund zu bleiben...:-)

Kein Ort den ich zum Übernachten empfehlen kann. Moskitos fressen einen bei lebendigem Leibe auf. Einzig der Name des Ortes war für mich ein Grund zu bleiben...:-)

Die Sonne hält sich noch hinter den Bergen versteckt als ich am Ufer des „Dirty Devil River“ wach werde. Es ist der erste Morgen, an dem ich lieber liegen bleiben würde, als das frühe Licht des Sonnenaufgangs für meine Bilder zu nutzen. Jede Muskelfaser und jeder Knochen geben mir zu verstehen, dass sie eine Auszeit möchten. Der gestrige Tag hat es wirklich in sich gehabt. Nicht nur, dass ich mal wieder unzählige Kilometer zu Fuß in meiner Motorradkluft gelatscht bin, sondern auch die bislang forderndste Strecke liegt hinter mir. Leider auch der erste Sturz…

Im Cathedral Valley, dem meiner Meinung nach schönsten Teil des „Capitol Reef Nationalparks“, das man nur über eine etwa 100 Kilometer lange und sehr tückische Off-Road-Piste erreichen kann, bin ich Opfer selbiger geworden.

Wer hätte gedacht, dass man in dieser trockenen Gegend einen Fluss (Fremonat River) furten muss

Wer hätte gedacht, dass man in dieser trockenen Gegend einen Fluss (Fremonat River) furten muss

Die meiste Zeit fliege ich mit etwa 80-90 Sachen über Schotter und Sand. Geschwindigkeit bedeutet auf solchen Strecken oft auch Sicherheit. Oft – leider nicht immer… Auf dem südlichen Teilstück dieser Strecke, liegen große Gesteinsbrocken überall auf der Straße verteilt und tiefe Sandverwehungen werden zur tückischen Falle für einspurige Kraftfahrzeuge. An einer Stelle, wo ich es niemals erwartet hätte, hat es mich bei ziemlich hohem Tempo erwischt. Ich sah nur noch wie das Vorderrad eintauchte, unkontrollierbar wurde und schon war ich in einer Wolke aus Sand verschwunden. Unglaublich, wie schnell das ging. Dank der Protektoren in Jacke und Hose sowie den beiden Seitenkoffern, die schon auf der „Oman-Island“-Reise ihre Stabilität unter Beweis gestellt haben, ist es bei ein paar blauen Flecken geblieben. Weder ich noch das Motorrad haben etwas abbekommen.

Schwein gehabt...

Schwein gehabt...

Die Koffer haben mal wieder Ihre Stabilität unter Beweis gestellt...

Die Koffer haben mal wieder Ihre Stabilität unter Beweis gestellt...

Ohne die Handprotektoren wäre der Bremshebel wohl abgebrochen...

Ohne die Handprotektoren wäre der Bremshebel wohl abgebrochen...

Gut, dass ich bislang der Versuchung widerstehen konnte, in T-Shirt und ohne Helm zu fahren, wie es in Utah üblich ist. Es gibt in diesem Bundesstaat keine Helmpflicht und lediglich das Tragen einer Sonnenbrille ist obligatorisch (das muss man sich mal vorstellen…)

Piste durchs Cathedral Valley

Piste durchs Cathedral Valley

Die Schlagzahl, mit der hier in Utah ein landschaftliches Highlight das nächste jagd, ist nach wie vor atemberaubend. Über den „Capitol Reef National Park“ ging es weiter in Richtung Moab, dem Ausgangspunkt für Reisen durch die Parks „Canyonlands“ und  „Arches“.

Delicate Arch - der bekannteste von über 2000 natürlichen Steinbögen im Arches National Park

Delicate Arch - der bekannteste von über 2000 natürlichen Steinbögen im Arches National Park

Wer hier in der Gegend den ganz besonderen Kick sucht, dem empfehle ich die etwa 50 Kilometer lange Fahrt über den „Shafer Trail“. Die Streckenführung ist einmalig und besonders die ersten Kilometer, auf denen die schmale Sandpiste mehrere hundert Meter senkrecht in den Shafer Canyon fällt, sind ein unvergessliches Erlebnis.

Shafer Trail

Shafer Trail

Ich werde mich nun ein paar Tage hier aufhalten und einige Trails abfahren, auf denen schon damals die ersten Siedler unterwegs waren.

Was für ein Moment! Monument Valley ich komme

Was für ein Moment! Monument Valley ich komme

 

In der Hitparade der Orte, wo ich gegrillt habe ganz klar die Nummer eins

In der Hitparade der ungewöhnlichen Orte, an denen ich gegrillt habe ganz klar die Nummer eins

 

Da ich noch nicht alle Bilddaten überspielt habe (manchmal unterschätzt man die Wichtigkeit von Strom auf Reisen…) habe ich ein paar Standbilder der Videos genommen.

Auch dieser Bericht wurde unter schwierigen Bedingungen erstellt...

Was für ein Gestank! Auch dieser Bericht wurde unter widrigen Umständen erstellt...

23 Jun

Ein Fest für die Augen…

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 5 Comments

 

Als „All-American Road“ werden in den USA Straßen bezeichnet, die als solche schon ein lohnenswertes Reiseziel sind.  Der „Scenic Byway 12“ ist eine solche Straße, die auf spektakuläre Art und Weise durch das Herz des Amerikanischen Westens führt. Vom Bryce Canyon kommend bin ich diese Strecke gleich zwei Mal gefahren, nur weil sie mir so unglaublich gut gefallen hat. Außerdem habe ich immer wieder Abzweigungen gewählt, die tiefer in den „Grand Staircase-Escalante“ führen, das größte Naturschutzgebiet der „Lower 48“ – das Kernland der USA. Alleine in diesem so dünn besiedelten Gebiet könnte man problemlos mehrere Wochen verbringen, ohne das einem langweilig werden würde. Die Auswahl an natürlichen Attraktionen ist so groß, dass man gar nicht weiß, was man sich zuerst anschauen soll.

Auf dem Scenic Byway 12

Auf dem Scenic Byway 12

 Was mich in dieser Region besonders fasziniert, ist die Vielzahl der sogenannten „Slot-Canyons“. Diese klammartigen, schmalen Schluchten entstanden im Laufe vieler Jahrtausende durch Wind und das stark strömende Wasser von Sturzfluten – die in weiten Teilen des Westens nach Regenfällen eine große Gefahr darstellen können. Der bekannteste Slot-Canyon dürfte der „Antelope Canyon“ im „Navajo-Nation Reservation“, dem größten Indianerreservat der Vereinigten Staaten sein. Obwohl man hier 31 Dollar bezahlen muss, um sich diese natürliche Wunderwelt anzuschauen, kann ich einen Besuch nur wärmstens empfehlen. Ich habe noch nichts vergleichbares auf der Welt gesehen. Besonders um die Mittagszeit, wenn die Sonne im Zenit steht und die Strahlen in die Felsspalten scheinen, geht von diesem Ort eine magische Anziehungskraft aus.

Um solche Fotos zu machen, muss man die aufrückenden Touristenschaaren rücksichtslos daran hindern, durchs Bild zu laufen. 500.000 Menschen werden jedes Jahr durch diese enge Felsspalte geschleust - trotzdem ein absolutes "Muss" auf jeder Reise durch den Südwesten der USA

Antelope Canyon - Um solche Fotos zu machen, muss man die aufrückenden Touristenschaaren rücksichtslos daran hindern, durchs Bild zu laufen. 500.000 Menschen werden jedes Jahr durch diese enge Felsspalte geschleust. Trotzdem: in meinen Augen ein absolutes "Muss" auf jeder Reise durch den Südwesten der USA

 

Es gibt aber auch noch eine Vielzahl weiterer Slot Canyons. So ist der Zebra Canyon nahe der Stadt Escalante mein persönlicher Favorit. Zum einen weil man keinen Eintritt zahlen muss und man völlig alleine in diesem engen Felsspaltengewirr ist und zum anderen, weil der Weg dorthin mit Schweiß und Blutblasen an den Füßen bezahlt werden muss, wie ich es zuletzt bei der Bundeswehr erlebt habe.

Hierzu muss ich sagen, dass ich mich mittlerweile daran gewöhnt habe, bei solchen „Ausflügen“ mein Motorrad mit allem Gepäck mutterseelen allein zurück zu lassen. Bis jetzt hatte ich noch kein ungutes Gefühl!!!

Zebra Canyon - nichts für Klaustrophobiker

Zebra Canyon - nichts für Klaustrophobiker

Wenn man sich einmal durch einem solchen, teilweise nur 50 cm breiten und mitunter sehr hohen Slot-Canyon gezwängt hat, dann wird man unweigerlich an den Film „127 Hours“ erinnert. In diesem, auf einer wahren Geschichte beruhenden Film, der unlängst in den Kinos lief und den ich sehr empfehlen kann, wird ein Kletterer bei einer ebensolchen Erkundung eingeklemmt und kommt erst wieder frei, nachdem er sich selbst den Arm mit seinem Taschenmesser abgetrennt hat.

Biegung des Colorado-River am sogenannten "Horseshoe Bend" - auch dieses Bild hat meiner Höhenangst einiges abverlangt...:-)

Biegung des Colorado-River am sogenannten "Horseshoe Bend" - auch dieses Bild hat meiner Höhenangst einiges abverlangt...:-)

 

Traumhafter Zeltplatz nahe des "Alstrom Point" mit Blick auf den Lake Powell. Nur wenige Meter hinter dem Zelt geht es 300 Meter steil den Fels hinab.

Traumhafter Zeltplatz nahe des "Alstrom Point" mit Blick auf den Lake Powell

Und dann war da noch die Schatzsuche am „Burr Trail“…

Mein Freund Panny, der „Krad-Vagabund“, ist auf seiner Reise um die Welt auch durch Utah gekommen. Irgendwann entstand die Idee, einen Schatz für mich zu vergraben (heutzutage nennt man das wohl „Geo-Caching“, irgendeinen verborgenen Gegenstand mittels einer GPS-Koordinate zu finden). Acht Monate lag „der Schatz“ unter einem Baum vergraben und hat darauf gewartet, von mir gefunden zu werden. Gestern, nach einer langen Suche im Unterholz am Rande des Burr Trails in der „Waterfold Pocket“, war es dann endlich soweit.

Gefunden!!!!

Gefunden!!!!

Nach acht Monaten unter der Erde

Nach acht Monaten unter der Erde

Glücklicher Finder...

Glücklicher Finder...

Was Panny für mich vergraben hat, das wird hier nicht verraten. Ich denke, dass ich die Tradition fortführen und den „Schatz“ in ein paar Wochen irgendwo an der Quelle des Colorado-River vergraben werde. Soll ein weiterer Reisender damit glücklich werden. Nähere Einzelheiten dazu, wenn es soweit ist…

So, ich muss wieder los, denn man schaut mich schon ganz komisch an. Ich sitze gerade in einem Subway-Restaurant und nutze das „WIFI-Angebot“ bei einer kleinen Cola schamlos aus. Morgen werde ich mir nochmal ein Zimmer in einem Motel nehmen, da alle Akkus erschöpft sind und meine Bordsteckdose bei meinem Verschleiß nicht mit dem Laden hinterher kommt.

So long,

Erik

19 Jun

„Angels Landing“ – oder Schocktherapie für Höhenangstgeplagte

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 6 Comments

Eines vorweg: mich hat selten ein Landstrich so derart begeistert, wie der US-Bundesstaat Utah!

Die Wolkendecke bricht gerade auf, als mich Craig, ein Park-Ranger im Zion Nationalpark, in seinem mächtigen Geländewagen zum „Drop-off-Point“ der heute geplanten Wanderung fährt.  Ich musste improvisieren, denn der geplante Weg durch die sogenannten „Narrows“ ist unpassierbar, da der  Virgin-River für diese Jahreszeit ungewöhnlich viel Wasser führt. Eine Strömungsgeschwindigkeit, die den zulässigen Grenzwert weit überschreitet, verbietet es, diesen spektakulären Teil des „Zion“ zu durchwaten.

Die Angst steht mir ins Gesicht geschrieben, als ich den Berg vor uns sehe und erfahre, dass es jedes Jahr mehrere tödliche Unfälle gibt...

Die Angst steht mir ins Gesicht geschrieben, als ich den Berg vor uns sehe und erfahre, dass es jedes Jahr mehrere tödliche Unfälle gibt...

Während wir uns weiter in Richtung Norden des riesigen Parks bewegen, ist mir noch gar nicht so recht bewusst, auf was für eine Alternative ich mich stattdessen eingelassen habe.  „Angels Landing“ ein Extrem-Wanderweg, der mich an diesem Tag an meine psychischen Grenzen bringen wird. Was nicht viele wissen: ich leide unter einer üblen und mir unerklärlichen Höhenangst.

Als mir die Parkverwaltung diesen „Hike“ empfahl war mir klar, dass es ein paar Stellen geben würde, wo es steil bergab geht. Das es aber so heftig werden würde, damit hätte ich nicht im Traum gerechnet!

Die ersten Meter sind moderat. Entlang des Flusses windet sich der bis dahin gut ausgebaute Weg unermüdlich in die Höhe, bis er irgendwann in 21 Kehren das Felsmassiv emporsteigt und seitlich, völlig ungesichert, mehrere hundert Meter in die dunkle Tiefe des Canyons fällt.

An diesem Stück habe ich noch gut Lachen. Es geht ja nur etwa einhundert Meter senkrecht und ungesichert felsabwärts...

An diesem Stück habe ich noch gut Lachen. Es geht ja nur etwa einhundert Meter senkrecht und ungesichert felsabwärts...

Sollte ich nicht lieber auf dem Motorrad sitzen...

Sollte ich nicht lieber auf dem Motorrad sitzen...

Die ersten noch harmlosen Meter des "Angels landing Trail"

Die ersten noch harmlosen Meter des "Angels landing Trail"

 Würde ich mich selbst nicht mit der Kamera ablenken, so würde ich schon an dieser Hürde scheitern. Als ich nach einigen Kilometern das Hochplateau erreicht habe denke ich, den schlimmsten Abschnitt gemeistert zu haben.

Weit gefehlt, denn dieser liegt genau vor mir. Ein sehr schmaler Grat, über den man mehr oder weniger balancieren muss, um das Ziel „Angels Landing“ zu erreichen. Über eine Stunde sitze ich dort und kämpfe mit meinem inneren Schweinehund und Adrenalinschüben, bevor ich mich mit weichen Knien auf das letzte Teilstück begebe. Obwohl ich kein gläubiger Mensch bin, sollte ich irgendwann mal in die Kirche gehen, denn ich habe wirklich um Beistand von oben gefleht…

Sie haben ihr Ziel erreicht...

Sie haben ihr Ziel erreicht... Was für eine Streckenführung!

Ich habe es tatsächlich geschafft, meine Höhenangst zu überwinden. Im Nachhinein war es natürlich ein Wahnsinns Erlebnis. Allerdings muss ich gestehen, dass ich es für kein Geld der Welt noch einmal machen würde. Ich bin auf dem letzten Stück 1000 Tode gestorben und habe sogar darüber nachgedacht, den Hubschrauber zu rufen.… Ohne Witz! Empfehlen würde ich diese Strecke nur Leuten, die kein Problem damit hätten, sich auf einem Hochhausdach genau an die Kante zu stellen.

Leere Straßen im Zion Nationalpark - Ein hervorragendes Shuttle-System begring die Besucher an die unterschiedlichen Punkte

Den Rest des Tages nehme ich mir noch drei andere Wanderwege vor, die weniger gefährlich sind aber trotzdem alle das Prädikat „atemberaubend“ verdienen. Nach 30 Kilometern zu Fuß durch den Park, beende ich dieses unvergessliche Abenteuer bei einem riesigen Bier, das selten so gut geschmeckt hat, wie heute. Entgegen aller Befürchtungen ist Bier im Mormonenland Utah übrigens überall erhältlich und sogar sehr günstig. Für einen Liter frisch gezapftes Bier im Park bezahlt man umgerechnet weniger als fünf Euro!

Frisch gezapftes Bier, aus 1-Liter-Tonkrügen findest man nicht oft in den USA

Frisch gezapftes Bier, aus 1-Liter-Tonkrügen findest man nicht oft in den USA

 

Vom Zion Nationalpark zum Bryce Canyon National Park

In Utah jagt ein Highlight das nächste. Ich habe noch nicht alle Bilder im Kopf verarbeiten können, als ich heute Morgen von Springdale in Richtung Bryce Canyon aufgebrochen bin. Mit Hilfe des Buches „Utah Byways“ von Toni Huegel, dass ich jedem, der nach Utah reist nur wärmstens empfehlen kann, wähle ich eine andere Route, als die nur 140 Kilometer lange Direktverbindung.

Utah ist ein absoluter Traum

Utah ist ein absoluter Traum

Hierbei hat die Kamera gut was abbekommen...

Hierbei hat die Kamera gut was abbekommen...

 

Stattdessen entscheide ich mich für die sogenannte „Kolob Terrace Road“, eine Nebenstrecke mit Offroad-Anteilen der absoluten Extraklasse, die auf über 3000 Meter durch einige noch nicht geschmolzene Schneefelder führt.  Selten habe ich an einem einzigen Tag solch aufregende  Landschaften in einer derartigen Vielfalt gesehen!

Nach ein paar ersten Bildern im „Bryce Canyon Nationalpark“ sitze ich nun in meinem Zimmer und hoffe auf einen spannenden Sonnenaufgang.

Bryce Canyon

Durch den Bryce Canyon...

... führen spektakuläre Wanderwege

... führen spektakuläre Wanderwege

Ach ja, bevor ich es vergesse: falls Du bei Facebook bist, dann würde ich mich sehr über einen „gefällt mir“ (like)-Klick freuen! Ich möchte mit meinen Fotos und Berichten so viele Menschen wie möglich erreichen. Vielen Dank!!

Erik

16 Jun

Eine unvergessliche Woche

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 3 Comments

Der Abschied von meiner Freundin nach dem spontan geplanten Kurzbesuch fiel uns beiden verdammt schwer. Ich bin nun wieder alleine unterwegs. Heike ist vorgestern zurück nach Deutschland geflogen. Wir hatten eine saugeile Zeit!

 

Nach den zwei Tagen auf dem Sunset-Strip und der Begegnung mit der Musik-Ikone „Lemmy“, ging es mit den Motorrädern in nördliche Richtung, entlang der Pazifikküste. Die Traumstraße „California 1“, die wir beide schon einmal vor knapp sieben Jahren gemeinsam mit dem Mietwagen gefahren sind, ist mit dem Motorrad eine ganz andere Erfahrung und macht sogar noch wesentlich mehr Spaß! Man riecht den Ozean, hört die Möwen kreischen, spürt die Sonne auf der Haut und genießt die Aussicht. Hinzu kommt die entspannte amerikanische Verkehrssituation, die wirklich ihres Gleichen sucht.

 

 
Zutrauliche "Squirrels" am "Moonstone Beach"

Zutrauliche "Squirrels" am "Moonstone Beach"

 

Amerikanisches Eichhörnchen

Amerikanisches Eichhörnchen

 In Cambria, etwa auf halber Strecke zwischen Los Angeles und San Francisco, verlassen wir die Küste wieder und fahren ins Landesinnere. Zum nun schon dritten Mal auf dieser Reise durchquere ich den Death Valley National Park. Trotz der Backofenhitze in dieser grandiosen Landschaft ziehe ich auch hier das Motorrad dem klimatisierten Mietwagen vor. Frieren und Schwitzen gehört zum Motorradfahren einfach dazu!



Irgendwo auf dem Weg zum "Isabella Lake" an der California 178

Irgendwo auf dem Weg zum "Isabella Lake" an der California 178

 



 

Im glutheißen "Tal des Todes"

Im glutheißen "Tal des Todes"

 

1400 spannende und abwechslungsreiche Kilometer entlang der Küste, durch die Wüste und entlang schneebedeckter Berge, liegen hinter uns, als wir über die Berge der Spring Mountains fahren und in der Ferne plötzlich die Zockermetropole Las Vegas

sichtbar wird.

 

 

  

 

  

Willkommen in der Stadt der Sünde

Willkommen in der Stadt der Sünde

 

 

 

 

Verglichen mit Los Angeles ist Las Vegas die reinste Wohltat für die Reisekasse. Trotzdem variieren die Preise in der Spielerstadt sehr stark. Vor allem am Wochenende wird es teuer und man darf sich nicht wundern, wenn sich die Preise, die unter der Woche für eine Übernachtung berechnet werden, verdreifachen.

Nach unserem Aufenthalt im Excalibur Casinohotel (schlechtes Preis-Leistungs-Verhältnis), bin ich nun ins „Hooters“ umgezogen. Ja genau, Hooters – der Laden, der mit seiner Geschäftsidee, weibliches Personal mit großen Brüsten in viel zu enge Kleidung zu stecken, in

Deutschland nicht so recht erfolgreich sein will. Hier in den USA ist die Kette hingegen der absolute angesagte Renner! Ich kann das Hotel-Casino nur empfehlen (nicht nur wegen der GeschäftsideeJ), da die Übernachtungspreise mit derzeit umgerechnet weniger als 20 Euro für Las Vegas ein super Schnäppchen sind. Vor allem ist das Bier bezahlbar! Für eine Flasche Budweiser bezahlt man an der Bar nur 1,50 Dollar – der niedrigste Preis, den ich in den USA bisher erlebt habe (manche wollen einem 13 Dollar für eine Dose „Light-Beer“ abknöpfen…)

 

Viele der Neon-Werbetafeln...

Viele der Neon-Werbetafeln...

 kommen einem irgendwie bekannt vor

kommen einem irgendwie bekannt vor

 

 

Auch die, die auf dem "Friedhof" liegen...

Auch die, die auf dem "Friedhof" liegen...

  

Ich verbringe viel Zeit damit, mich einfach treiben zu lassen. Wie bisher überall in den USA lerne ich auch hier sehr schnell spannende Leute kennen. Man sagt ja oft, die

Amerikaner seien oberflächlich – bislang habe ich genau das Gegenteil erlebt! Aus spontanen Begegnungen ergeben sich sehr schnell Einladungen und wer weiß, vielleicht sogar Freundschaften… Gestern beim Ölwechsel habe ich Steve kennengelernt, einen Mechaniker, der mich eingeladen hat, mit ihm doch eine Runde Schießen zu gehen. Diese, für die USA vielleicht nicht sonderlich ungewöhnliche Freizeitbeschäftigung konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Ein kaltes Bier, serviert mit einer „Remington Shotgun“ und danach ein Whiskey mit ‚ner Handvoll Kugeln für eine 44er Magnum. Solche Abende sind in Deutschland – zum Glück! – völlig undenkbar. Spaß gemacht hat es trotzdem…J

Wehe mir klaut noch einer den Helm...

Wehe mir klaut noch einer den Helm...

  

Da war doch noch was…

Das mit dem Aufbessern der Reisekasse ist im Übrigen nicht ganz so gelaufen, wie ich mir

das vorgestellt habe. Zwar sah es zunächst danach aus, als würde ich groß Kasse machen, doch dann kam es genauso, wie es in Vegas wohl kommen muss…

Bei einem Probedurchlauf mit 20 Dollar Einsatz am Roulette-Automaten habe ich den Betrag

fast verzwanzigfacht. Ein unbeschreibliches und nicht gekanntes Gefühl stellt sich ein, als ich 390 Dollar ausgezahlt bekomme.

   

 

Wie gewonnen, so zerronnen...
Wie gewonnen, so zerronnen…

 

 

 

„Das ist ein totsicheres Ding“, denke ich mir. Mit einer Kombination aus durchdachter Vorgehensweise (Danke an Fabian, das Buch geht an

Dich, auch wenn mich Deine „Casinotipps“ nicht zum reichen Mann gemacht habenJ) und dem Gehorchen auf die düstere innere Stimme schien es scheinbar ganz leicht zu sein, sein Geld zu vervielfachen… Mit dem Gefühl, ein „High Roller“ zu sein (so bezeichnet man in Las Vegas die Spieler, die um wirklich hohe Summen spielen), verlasse ich den Automaten und gehe – mir meiner Sache sicher – mit dem Bündel Dollarnoten in der Hand an den Roulett-Tisch, wo die „richtigen Spieler“ sitzen. Ein großer Fehler! Denn dort zeigt sich, warum Casinobetreiber dicke Autos fahren… Ich habe auf Schwarz gesetzt. Immer wieder auf Schwarz und habe alles wieder verloren. Unspektakulär und schnell. Denn es kam nur Rot. Sage und schreibe elfmal hintereinander. Alleine das ist eigentlich so gut wie unmöglich… Nun denn, Spaß gemacht hat es trotzdem. Auch das Gefühl alles so schnell zu verlieren war eine gute Erfahrung. Beruhigend ist es vor allem, dass ich nicht das Verlangen danach habe, mir das Geld zurück zu holen. Das wäre nämlich der Anfang vom Ende! Ich habe besseres zu tun, als, zurück in Köln, meine kostbare Zeit und Kohle im Kreise trauriger Gestalten in „Uschis Zockertreff Las Vegas“ zu verplempern. Welch grausige Vorstellung…

 

 

 

 

Zeit um wieder aufzubrechen…

Ich habe fast alle großen Casinos am Strip von innen gesehen, habe wieder einmal nur

aufgeschlossene und freundliche Menschen kennengelernt und mich an den

unterschiedlichsten Casinobuffets dick und rund gefuttert. Alleine in Las Vegas habe ich in

den letzten Tagen über 250 Kilometer auf dem Motorrad zurückgelegt, um zu filmen, zu fotografieren oder Interviews zu führen. Nun freue ich mich auf den morgigen Tag, wo ich dem urbanen Leben wieder den Rücken kehren werde. So sehr mir „Sin City“ auch gefällt, ich bin nun heiß darauf, wieder die Natur zu genießen.

In den kommenden 4 – 6 Wochen warten die US-Bundesstaaten Utah und Colorado auf mich – in meinen Augen die absoluten landschaftlichen Highlights des ersten Teiles dieser Reise.

 

 

10 Jun

You win some, loose some…

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 7 Comments

So langsam nähere ich mich Las Vegas – der Zockermetropole…
Was liegt da näher, als der naive Gedanke, auf die Schnelle die Reisekasse aufzubessern. Ich bin also gewillt, einen nicht unerheblichen Teil meiner Kohle zu vervielfachen – oder aber (was ziemlich doof wäre) zu verlieren.
Zu dumm allerdings, dass ich absolut keine Ahnung von Glücksspiel habe. Ich schaue mir zwar leidenschaftlich gerne Stefan Raabs Pokernächte an, habe aber eigentlich nicht den blassesten Schimmer, worum es dabei eigentlich geht…
Ich brauche also eure Hilfe! Wer von Euch weiß, wie man auf die schnelle nicht alles verliert…? Welches Spiel eignet sich für Deppen wie mich? Welche Strategie wähle ich z.B. beim Roulette? Welche Zahl ist Eure Meinung nach definitiv DIE Glückszahl? Ich bin auf Eure Antworten gespannt – egal, ob per Mail, über Facebook oder meinen Blog.
Für die meiner Meinung nach  plausibelste Antwort – egal, wenn ich verlieren sollte – lasse ich jedenfalls ein signiertes Buch springen (falls Du schon beide gelesen hast:-), dann für mein neues Werk…
🙂
You know I’m born to lose, and gambling’s for fools,
But that’s the way I like it baby, I don’t wanna live forever… (Motörhead)

08 Jun

Im Land der unbegrenzten (Einreise)-Möglichkeiten

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 4 Comments

Gott muss bei seiner Landschaftsplanung der Erde an Motorradfahren gedacht und einen guten Tag gehabt haben, als er die USA erschuf. Hier in diesem traumhaften Land auf dem Motorrad zu sitzen und durch diese unglaublich vielfältige Landschaft zu fahren, macht einfach süchtig.

Doch zunächst muss man es erst einmal schaffen, ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten einzureisen. Das scheint nämlich gar nicht so leicht zu sein, wenn man den unterschiedlichen Erfahrungsberichten in diversen Internetforen Glauben schenkt. Ich habe da ganz andere Erfahrungen gemacht. Zumindest zunächst, denn es war sogar so einfach, dass es zu Komplikationen kam…

Als mich die nette schwarze Lady der Grenzstation mit Blick auf mein deutsches Nummernschild (die gelben Sterne auf blauem Grund)fragte, ob ich von den „United Nations“, also der UN sei, habe ich zunächst gedacht sie macht einen Spaß. Sie gab mir meinen Pass und sagte ich solle ein paar Meter weiter zu ihrem Kollegen fahren. Sie funkte ihn kurz an und ich fuhr los. Als ich bei Ihm ankam, fragte er mich nur nach meinem Befinden, nahm meinen Pass und verschwand für weniger als eine Minute in seinem kleinen Büro. Als er wieder kam wünschte er mir einen angenehmen Aufenthalt und eine sichere Fahrt. Das war’s. Eine leichtere Einreise außerhalb der EU habe ich noch nie erlebt.

Ein paar hundert Meter weiter, an dem Schild, das einen in „California“ willkommen heißt, hielt ich an, um eine kurze Filmszene zu drehen. Ich wollte stolz den Stempel zeigen. Doch wo war dieser? Ich habe mehrmals den Pass von hinten nach vorne durchgeblättert, um einen Stempelabdruck zu finden, der meine Einreise ins Land belegt. Nichts! Da war einfach keiner…

Noch ahne ich nicht, dass mir der Stempel fehlt...

Normalerweise hätte ich ja auch weiter fahren können, doch da meine Erfahrungen gezeigt haben, dass dies bei der Ausreise enorme Schwierigkeiten geben kann und ich beabsichtige, schon nächstes Jahr zurück zu kehren, brauchte ich also einen Stempel. Und jetzt wurde es kompliziert… Es hat zwei Stunden gedauert, bis ich endlich einen Einreisestempel in meinem Pass hatte und ich musste sogar sechs Dollar Bearbeitungsgebühren dafür zahlen. Soviel zum Thema „unbegrenzte Möglichkeiten“.. Scheinbar wird der Grenzübergang Mexicali/ Calexico selten von anderen Grenzgängern benutzt, als US-Bürgern, die von einem Wochenendtrip nach Mexiko zurückkehren. Wie dem auch sei, dank des Presseausweises bin ich nun berechtigt, sechs Monate im Land zu reisen.

Eigentlich wollte ich direkt von der Grenze aus nach Los Angeles fahren, um dort auf Heike, meine Freundin zu warten, die mich für eine Woche besuchen kommt.  Doch die ersten Kilometer auf der eigentlich nur 350 Kilometer langen Strecke haben mir so sau gut gefallen, dass weit über 1000 daraus geworden sind. Über den „Joshoa Tree Nationalpark“ (ein unerwartetes Highlight, dass ich nur empfehlen kann), ging es über kleinste Nebenstraßen in Richtung „Death Valley National Park“.

Nach den vielen "Joshua Trees" (Yuccas) wurde der Nationalpark benannt

Nach den vielen "Joshua Trees" (Yuccas) wurde der Nationalpark benannt

 Nebenbei bemerkt empfiehlt es sich, beim ersten Besuch eines Nationalparks einen Jahrespass für 80 Dollar zu kaufen, der einen zum Besuch aller übrigen 58 Parks berechtigt. Nachdem ich das „Tal des Todes“ auf der Straße durchquert hatte, wollte ich es nochmal off-road versuchen. Ein absoluter Wahnsinnstrip, den ich aber nach gut 180 Kilometern abgebrochen habe, da ich es wirklich mit der Angst zu tun bekommen habe. Ich kann nun erahnen, warum dieser Landstrich diesen dramatischen Namen trägt…

Warten auf den Sonnenuntergang im "Tal des Todes"

Warten auf den Sonnenuntergang im "Tal des Todes"

Bedienung im "Peggy Sue's 50's Diner"

Bedienung im "Peggy Sue's 50's Diner"

 

Nach ein paar unvergesslichen Tagen in den Hollywood-Hills geht es nun weiter. Ich kann jedem Musikinteressierten nur wärmstens das „Rainbow Bar & Grill“ empfehlen. Es ist unfassbar, wie viele bekannten Musikgrößen man dort jeden Abend feiern sieht. Außerdem hat mich der Auftritt der „Steel Panther“ im House of Blues auf dem Sunset Strip total begeister. Eine Art Comedy Veranstaltung einer Glamrock-Metal Band, die sich selbst und die ganze Szene auf die Schippe nimmt und Dinge tut, die man in den angeblich so prüden USA nicht erwarten würde… Diese Band tritt jeden Montag dort auf, der Eintritt kostet schlappe 15 Dollar und es ist Wahnsinn, wie in diesem Laden die Post abgeht.

"Lemmy" - im Rainbow Bar & Grill trifft man noch lebendeLegenden

"Lemmy" - im Rainbow Bar & Grill trifft man noch lebendeLegenden

 

Am sogenannten "Muscle Beach" in Venice macht man besser keinen Ärger...

Am sogenannten "Muscle Beach" in Venice macht man besser keinen Ärger...

Selbst wer sich nicht für Autos interessiert, kommt in den USA oftmals ins Schwärmen…

Selbst wer sich nicht für Autos interessiert, kommt in den USA oftmals ins Schwärmen…

 

Über die „US 101“ und die Küstenstraße „California 1“, die meiner Meinung nach schönsten Straßen der Welt, geht es heute in Richtung San Francisco. Heike ist übrigens ebenfalls mit dem Motorrad unterwegs, dass sie schon von Deutschland aus bei http://www.usamotorradreisen.de/ gebucht hat. Ich habe es nicht geschafft, sie zu einer Enduro zu überreden und nun fahren eine Ténéré und ein Chopper gemeinsam der untergehenden Sonne entgegen…

Entlang der Pazifikküste - ein absoluter Traum

Entlang der Pazifikküste - ein absoluter Traum