Kurzmeldung aus Niederkalifornien

Erik Peters / Abenteuer Nordamerika, Reiseberichte / / 5 Kommentare
Sandpisten, Kakteen und Einsamkeit - die Baja California ist ein gigantischer Abenteuerspielplatz
Sandpisten, Kakteen und Einsamkeit – die Baja California ist ein gigantischer Abenteuerspielplatz

 

Nach einer Fahrt entlang des Pazifiks, über „Puerto Vallarta“ und „San Blas“ erreichen wir die Hafenstadt Mazatlan. Eigentlich wollten wir erst am nächsten Tag die Fähre auf die Baja California, die lang gezogenen Halbinsel im Westen Mexikos, nehmen. Laut Reiseführer und Internetseite des Fähranbieters sollte das Schiff um 15 Uhr ablegen. Der Staub der Straße klebt noch wie ein schmieriger Film auf unserer Haut, als wir das Büro von „Baja Ferries“ betreten, um den Abfahrtstermin des Schiffes bestätigen zu lassen. Man kann ja nie wissen. „Die Fähre legt in weniger als einer Stunde ab“, heißt es plötzlich am Ticketschalter. Ungläubig schauen wir uns an. „Jetzt müsst Ihr Euch aber richtig beeilen!“, so die adrett uniformierte Dame. Zudem die Information, dass wir ansonsten drei Tage auf die nächste Überfahrt warten müssten. Zwischen rangierenden Lkw müssen wir in der sengenden Sonne unser Gepäck so umpacken, dass möglichst wenig Wertsachen an den Motorrädern verbleiben und wir eine Grundausstattung bei uns tragen, die eine halbwegs bequeme Überfahrt garantiert (Lesestoff, Musik, Zahnbürste, ect…). Erfreulich: Es ist Nebensaison und anstatt der angegebenen 160 Euro für die 16 stündige Fahrt müssen wir nur knapp die Hälfte zahlen. So bleiben ein paar Pesos, die wir verdammt gut anlegen: Bier aus der Kantine und eine wirklich günstige Schlafkabine.

Ideales Umfeld für Reiseenduros
Ideales Umfeld für Reiseenduros

Im ersten Licht des Sonnenaufgangs kommt Land in Sicht. Wie ein Scherenschnitt zeichnen unzählige Kakteen ein charakteristisches Bild am Horizont. Der erste Eindruck der Baja California ist überwältigend – ein riesiger Abenteuer-Spielplatz, wie geschaffen für meine Ténéré. Auch das Klima ist zu dieser Jahreszeit deutlich angenehmer, als ich erwartet hatte. Eine leichte Brise vom Pazifik sorgt für wirklich ideale Bedingungen. Insgesamt rund 2000 Kilometer bis zur Grenze warten nun darauf, erobert zu werden.

Sorry, dass ich mich dieses Mal sehr kurz fasse, aber ich bin total heiß darauf, wieder richtig schön dreckig zu werden…

Pelikane sieht man an den Küsten zuhauf
Pelikane sieht man an den Küsten zuhauf
Im Sturzflug auf Beutefang
Im Sturzflug auf Beutefang

5 Kommentare

  1. oke  —  28. Mai 2011 at 11:14

    Hallo Erik,

    mein Neid ist dir sicher, scheint eine richtig schöne Reise zu sein.
    Bin total begeistert von der Seite und eigentlich fast jeden Tag am gucken ob du was neues geschrieben hast.
    Also weiter so!

    Gruß Oke

  2. Dirk  —  29. Mai 2011 at 17:04

    Hallo Erik,

    ich wünsche Dir von Herzen eine unvergessliche Reise und noch viele wundervolle Erlebnisse. Ich war gerade 3 Wochen mit dem Motorrad in Italien unterwegs und auch wenn mein Kurztrip im Vergleich lächerlich ist, ich will wieder weg … der blöde Alltag hat mich wieder.
    In Deinem letzten Buch war ich sehr überrascht das Du 22.000 km mit einem Reifensatz gefahren bist, dies steht in keinem Verhältnis zu meinen 4.000 km. Die Tourenreifen sind einfach zu weich, vermutlich werde ich das Motorrad wechseln. Könnte auch sein das es eine Tätere wird 🙂

    Wieso hast Du dich jetzt eigentlich für die 660er entschieden? Die 750er war doch zuverlässig, 20 PS mehr und ein Leichtgewicht ist die 660er auch nicht. Ist das Fahrwerk sooo viel besser. Du schreibst in Deinem Blog das Du Dich auf der neuen Tenere wohler fühlst …

    Ich warte ungeduldig auf weitere spannende Einträge / Bilder und hoffe natürlich irgendwann auf ein drittes Buch evtl. sogar „Motorradreisender Teil 1“ und „Teil 2“ nach Deiner Winterpause.

    Genieße aber erst mal Deine Reise, lebe jetzt und verschwende keinen Gedanken daran was in einigen Monaten sein wird.

    Gruß,
    Dirk

    … und nochmal vielen Dank für Deine lieben Widmungen in den Büchern.

  3. Niclas  —  29. Mai 2011 at 22:36

    Hi Erik,

    echt geiler Reiseblog den du da zusammenbastelst! Man bekommt ein bisschen das Gefühl in bestimmter Weise auf der Reise dabei zu sein.

    Deine Bilder sind auch der Hammer! Stell uns doch bei Gelegenheit das Fotografenteam vor, welches dich begleitet. 🙂

    Für die Videos brauchst du dich aber auch nicht zu verstecken!

    Ich fahre nun seit 2 Wochen auch eine Reisenenduro – Triumph Tiger 800 XC (musst du unbedingt mal probefahren, wenn sich die Gelegenheit ergibt – ein feines Gerät!) – da kann man natürlich durch deinen Blog und deine Bücher so richtig ins träumen geraten….

    Nur weiter so und immer genug Schotter unter den Rädern!

    Grüße aus Bonn!
    Niclas

  4. Panny  —  13. Juni 2011 at 03:54

    Mutiges Foto von hinten: ich bin mir sicher, es ist nur eine unglückliche Lichtspiegelung, die Dein Haupthaar so licht wirken läßt!
    Ich hoffe, Du lieferst später noch ein bißchen mehr zur Baja!
    Haste den geilen Platz zu wild campen im Kakteen-Wald gefunden? + ich will Bilder von einsamen Stränden und üblen off-road-Pisten sehen!

    Gruß aus Peru

    Panny
    http://www.krad-vagabunden.de

    • Erik Peters  —  13. Juni 2011 at 04:09

      In dem Kakteen-Wald war ich. Super. Mein Haupthaar habe ich ein wenig ausgedünnt, da ich sonst so sehr unter dem Helm schwitze…:-) Für den rest schau Dir das Video an…

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