Erste Freundschaften

Erik Peters / Abenteuer Asien, Aktuelles, Reiseberichte / / 3 Kommentare

Eigentlich wollte ich bei „Panda Rider“, dem größten Motorrad-Ausrüstungsladen Südostasiens nur ein paar Ausrüstungsgegenstände (wie etwa Zelt, Schlafsack und langärmlige Klamotten) abgeben, die ich erst in Japan benötigen werde und die ich nicht die ganze Zeit sinnlos mit mir rum schleppen möchte. Diesbezüglich hatte ich dem Besitzer ein paar Wochen zuvor eine E-Mail geschrieben und es wurde ein Termin vereinbart. Als ich dort dann vor einigen Tagen auf der Matte stand, konnte ich kaum glauben, was mir für ein Empfang bereitet wurde. Zahlreiche Journalisten verschiedener thailändischer Motorrad-Magazine waren vor Ort, um von meiner Reise durch ihr Land zu berichten. Aus der geplanten Übergabe wurde ein über vierstündiges Treffen, bei dem ich unglaublich nette Jungs kennen gelernt habe. Schnell haben wir gemerkt, dass wir auf einer Wellenlänge sind und so wurde der Plan geboren, eine gemeinsame Ausfahrt zu machen, um mir ein paar sehenswerte Orte zu zeigen und vor allem um gemeinsam Motorrad zu fahren. Mein Interesse war groß! Was fährt man hier für ein Motorrad, wenn man nicht wie alle anderen auf einem Roller unterwegs ist? Was trägt man für Klamotten? Und wie ist die Fahrweise der Biker hier? Fragen, die mir heute beantwortet wurden…

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Doch gehen wir zunächst erst einmal zwei Wochen zurück. Nachdem ich endlich mein Motorrad durch den Zoll gebracht habe, kam meine Freundin zu Besuch. Da diese Reise rund ein halbes Jahr dauern soll, wollten wir noch ein paar gemeinsame Tage am Meer verbringen und uns in Ruhe voneinander verabschieden.

Atemberaubende Aussicht von der „Sky Bar“ auf dem Dach des Lebua State Tower
Atemberaubende Aussicht von der „Sky Bar“ auf dem Dach des Lebua State Tower

 

 

 

 

 

 

Die Fahrt mit einem der Wassertaxis auf dem Chaopraya-River gehört ebenfalls zu den Dingen, die man sich in Bangkok nicht entgehen lassen sollte
Die Fahrt mit einem der Wassertaxis auf dem Chaopraya-River gehört ebenfalls zu den Dingen, die man sich in Bangkok nicht entgehen lassen sollte

 

 

 

 

 

 

 

Wellness im Akkord auf der Khaosan Road in Bangkoks Altstadt Banglampoo. Einmal kneten für rund 5 Euro pro Stunde
Wellness im Akkord auf der Khaosan Road in Bangkoks Altstadt Banglampoo. Einmal kneten für rund 5 Euro pro Stunde

 

 

 

 

 

 

 

Motorradpflege muss sein – Im Restaurant dieses gewissenhaften Kochs muss es einfach sauber sein…
Motorradpflege muss sein – Im Restaurant dieses gewissenhaften Kochs muss es einfach sauber sein…

 

 

 

 

 

 

 

Wäscherei auf der Khaosan Road
Wäscherei auf der Khaosan Road

 

 

 

 

 

 

Prunk im Überfluss – Wat Pho Tempel in Bangkok
Prunk im Überfluss – Wat Pho Tempel in Bangkok

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach drei Tagen Aufenthalt in Bangkok sind Heike und ich dann in Richtung Süden aufgebrochen. Unter Missachtung des Verbots für Zweiräder, die – nennen wir es „Autobahn“ – zu nutzen, ging es über den königlichen Badeort Hua Hin weiter ins etwa 400km südlich von der Hauptstadt gelegene Ban Krut. Im Gegensatz zu erstgenanntem Ort ein echter Geheimtipp!!! Dort findet man endlose Traumstrände, die Gott sei Dank noch nicht vom Massentourismus entdeckt wurden. Ganz im Gegensatz zur Andamanenküste Thailands, der wir anschließend gefolgt sind. Schon sehr schnell stand für uns fest, dass wir in Orten wie Khao Lak oder Phuket nicht das finden würden, wonach wir auf der Suche sind. Nämliche Ruhe. Dort wimmelt es nur so vor großen Hotelanlagen, in deren Umkreis die Preise fast dreimal so hoch sind wie üblich und auch die Küche wurde dort größtenteils in den selbst kleinsten Restaurants an den europäischen Gaumen angepasst.

Kurzerhand haben wir also unsere Reiseroute geändert und sind zielstrebig in Richtung Koh Phangan aufgebrochen – auf eine Insel, die wir beide von früheren Reisen gut kennen und wo wir uns einfach nur sehr wohlfühlen. Dort hat der Tourismus in den letzten Jahren zwar auch stark zugenommen, doch solange man dort noch nicht den Anblick von Touristen ertragen muss, die sich in String-Tangas eine Frisbee-Scheibe zuwerfen oder zusammengepfercht in der prallen Sonne braten, ist die Welt dort noch in Ordnung. Es wird auch weiterhin unserer Favorit unter den Inseln des Landes bleiben.

Traumhafter Strand in Ban Krut
Traumhafter Strand in Ban Krut

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sicherung gegen ordentlichen Seegang auf der Fähre nach Koh Phangan
Sicherung gegen ordentlichen Seegang auf der Fähre nach Koh Phangan

 

 

 

 

 

 

 

Erste Ausritte im Gelände – es juckt einfach immer wieder…
Erste Ausritte im Gelände – es juckt einfach immer wieder…

 

 

 

 

 

 

Üble Urwaldpiste zum Strand von Haad Tien
Üble Urwaldpiste zum Strand von Haad Tien

 

 

 

 

 

 

Was für ein heftiger Job. 12 Stunden lang über eine tödliche Gefahr gebeugt Kokosnüsse schälen. Man will gar nicht an die Arbeitsunfälle denken, die hier immer wieder passieren…
Was für ein heftiger Job. 12 Stunden lang über eine tödliche Gefahr gebeugt Kokosnüsse schälen. Man will gar nicht an die Arbeitsunfälle denken, die hier immer wieder passieren…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Tage auf unserer „Lieblingsinsel“ vergingen wie im Flug und mit jedem Tag, an dem der Abschied näher rückte, kroch dieses beklemmende Gefühl in mir hoch, den liebsten Menschen schon sehr bald für eine lange Zeit nicht mehr in meiner Nähe zu wissen. Nach gut 2.500 Kilometern gemeinsam auf meiner Super Ténéré, haben wir dann wieder Bangkok erreicht. Ohne übrigens ein einziges Mal von der Polizei angehalten worden zu sein (was mich positiv überrascht, da ich ganz andere Geschichten gehört habe…). Mittlerweile ist Heike wieder in Deutschland gelandet. Nach einem sehr emotionalen Abschied bin ich ab jetzt alleine unterwegs. Der Weg wird mich nun in den Norden Thailands führen.

Der Abschied naht…
Der Abschied naht…

 

 

 

 

 

 

Letzter Abend auf Koh Phangan. Danke Baby, für die wunderschöne Zeit…
Letzter Abend auf Koh Phangan. Danke Baby, für die wunderschöne Zeit…

 

 

 

 

 

 

 

Mehr dazu und wie das Treffen mit meinen thailändischen Freunden war, gibt es hier in Kürze …

3 Kommentare

  1. Highwaygecco  —  1. März 2014 at 07:55

    Auch ein halbes Jahr wird bei diesen vielen Eindrücken wie im Flüge umgehen und ehe man sich versieht ist die Zeit um.

  2. Volker aus Freiburg  —  2. März 2014 at 00:34

    Hallo Erik, Deine Liebeserklärungen an Deine Freundinn rühren mich immer wieder- romantisch, schön, direkt aus dem Herz.

    Viele Gruesse Volker.

  3. Paetschman  —  6. März 2014 at 13:29

    Viele tolle Abenteuer auf der neuen Reise Erik. Du fährst mit der Superdicken eine wunderbare Maschine (wie Du gerade bemerkst). Ich wünsche Dir mindestens so viel Spaß damit wie ich es habe 😉
    Verpasse nicht den Mae hong son Loop und grüß mit Chaing Mai…
    Auf bald
    Paetschman

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