Papierkram & Finanzen auf Reisen

 Traveller Schecks, Kreditkarte oder doch lieber Bargeld?

Auf früheren Reisen habe ich stets auf Traveller-Schecks gesetzt. Diese aussterbende Zahlungsart hat die Bargeldversorgung in den letzten Jahren aber so umständlich gemacht, dass ich nach zahlreichen negativen Erfahrungen nur davon abraten kann. Mit der ganz normalen EC-Karte und der dazugehörigen Geheimzahl funktioniert die Bargeldversorgung an nahezu jedem Geldautomaten der Welt.  Mir fallen spontan außer dem Iran und Japan keine anderen Länder ein, in denen ich Probleme hatte, Geld abzuheben. Wer länger unterwegs ist oder durch viele verschiedene Länder reist, der tut gut daran, eine zusätzliche Kreditkarte – oder besser zwei (möglichst unterschiedliche Gesellschaften) – für alle Fälle mitzunehmen. Auf Karten alleine würde ich mich dennoch nie verlassen sondern auch genügend Bargeld für Notfälle einpacken. Ich habe rund ein drittel des geplanten Budgets dabei – versteckt an unterschiedlichen Orten.

 

Kopie der wichtigsten Dokumente für alle Fälle

Falls man unterwegs tatsächlich mal in die missliche Lage kommen sollte, dass wichtige Dokumente, wie etwa der Reisepass oder das Carnet de Passages abhanden kommen, so können Kopien hilfreich sein. Vor der Abreise kopiere ich daher Ausweise, Geldkarten, Visa, Führerschein, etc., packe sie platzsparend als Pdf-Datei auf einen USB Stick und schicke sie zusätzlich noch als Mailanhang an meine eigene Emailadresse. Von meinem Reisepass mache ich zudem auch noch ein paar Papierkopien, da diese unterwegs immer wieder mal gefordert werden (und der Kopierer vor Ort dann in den meisten Fällen entweder kaputt oder die Nutzung unverschämt teuer ist).

 

ADAC Mitgliedschaft

Vor längeren Reisen würde ich unbedingt eine ADAC (Plus) Mitgliedschaft abschließen. Falls man wirklich einmal Probleme haben sollte (egal ob mit der Technik, den Behörden oder einem sonstigen Schlamassel), so ist es wirklich beruhigend zu wissen, dass man sich im Notfall auf professionelle Hilfe aus München verlassen kann. In diesem Zusammenhang möchte ich kurz auf einen Kupplungsschaden verweisen, den ich vor einigen Jahren in der Ukraine hatte. Der ADAC hat damals schnelle und unbürokratische Hilfe geleistet. Ersatzteile wurden besorgt, per Expressversand in die Ukraine geliefert und zusätzlich noch unsere Hotel-, Telefon- und Flugkosten übernommen, die in der Zeit bis zur Weiterfahrt entstanden waren. Ohne die ADAC Mitgliedschaft hätten wir seinerzeit ein echtes Problem gehabt und es wäre richtig teuer geworden.