Schottland Infos

Du hast meinen Film „Highlands & Islands“ gesehen und wurdest vom Schottlandvirus infiziert? Prima, denn nun hast Du die Gelegenheit, die Strecke, die ich auf dieser Reise gefahren bin, Punkt für Punkt nachzufahren.

Im Folgenden findest Du zahlreiche GPS-Wegpunkte zum Thema Wildcampen, reguläre Campingplätze, Bed &Breakfast Unterkünfte, Fotospots, Fähren, Pubs, Restaurants, Destillerien, Sehenswürdigkeiten,  etc.. Zudem habe ich die schönsten Motorradstrecken, die ich in diesem tollen Land auf nunmehr vier Reisen entdeckt habe zusammengetragen und als Tracks angelegt. Zudem habe ich eine Route erstellt, die ich für einen zweiwöchigen Urlaub in Schottland empfehlen würde. Anhand dieser Daten kannst du also auf meinen Spuren wandeln und viele Drehorte aus meines Filmes besuchen.

 

 Hier geht’s zum Download der GPX-Datei: Highlands and Islands – GPS Daten zum Schottland Film

 


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Weitere Reiseinfos:

Anreise:

Wer Schottland mit dem eigenen Fahrzeug bereisen möchte, der muss zunächst einmal die Fähre nehmen. Es gibt zwei Hauptrouten, auf denen der Großteil der Schottlandreisenden unterwegs ist. Zum einen die Verbindung von Amsterdam nach Newcastele mit DFDS und zum anderen die von Rotterdam nach Hull mit P&O Ferries. Hier liegt der Preis für die Überfahrt für eine Person inkl. der Mitnahme des Motorrades und Kabinenübernachtung bei etwa 100-150 Euro pro Strecke – je nach Buchungszeit.  Ich empfehle so früh wie möglich zu buchen, da die Preise mit näherrückendem Abfahrtstermin enorm steigen können.

Die Fähren legen abends in Rotterdam oder Amsterdam ab und erreichen früh morgens gegen 8 Uhr die jeweiligen nordenglischen Hafenstädte Hull oder Newcastle, von wo aus es noch etwa 300 bzw. 100 Kilometer bis an die schottische Grenze sind. Eine Fähre direkt bis Schottland gibt es leider nicht.

Wer glaubt Zeit oder Geld zu sparen, indem er die Fähre von Calais nach Dover nimmt, der sollte die zusätzlichen 800 Kilometer nach Calais und weiter durch England bedenken. Rechnet man Spritkosten, Verschleiß und evtl. noch eine Übernachtung hinzu, so ist die Fähre von Rotterdam nach Hull ganz sicher die günstigere und auch schnellere Wahl.

 

Übernachten:

Die typischste Unterkunft in Schottland ist das Bed & Breakfast. Die durch ein B&B Schild angekündigten Häuser findet man in jedem noch so kleinen Nest und es gibt so überraschend viele davon, dass man nur selten eine Reservierung benötigt. Die Übernachtungskosten liegen in der Hauptsaison durchschnittlich bei etwa 30 Pfund pro Person, wobei das Frühstück im Preis inbegriffen ist.

Neben ein paar Bed&Breakfast Übernachtungen habe ich auf dieser Reise jedoch überwiegend im Zelt geschlafen. Schottland ist ein wahres Paradies für Camper und eines der ganz wenigen Länder, in denen wild campen ausdrücklich gestattet ist.

 

Wetter:

Schottland ist sicherlich kein Land, das seine Besucher mit schönem Wetter ködern muss. Wer nach Schottland reist, der muss Regen hin und wieder mal in Kauf nehmen.

Das Schöne ist jedoch, dass nach dem Regen meistens auch sehr schnell wieder die Sonne folgt. Ich habe selten ein Land erlebt, wo sich das Wetter so facettenreich zeigt.

Wann ist demzufolge also die beste Reisezeit?

Die Frage nach der klimatologisch besten Reisezeit lässt sich wirklich nur schwer beantworten. Der statistisch gesehen trockenste Monat ist der Mai. Ich persönlich war von Mai bis Juli in Schottland unterwegs und fand das Wetter in dieser Zeit einfach perfekt.. Es war sogar viel besser, als ich erwartet hätte und so gab es einige Wochen am Stück keinen Niederschlag, was dazu führte, dass es in den Highlands verboten war Lagerfeuer zu machen und die Zeitungen vor einer Hitzewelle warnten.

Niederschlagreichstes Gebiet ist die Westküste mit der Isle of Skye. Am wenigsten Regen geht über der Speyside nieder. Es lohnt also durchaus, die Wettervorhersage im Auge zu behalten. Oftmals ist es so, wenn das Wetter an der Küste eher bescheiden ist, so kann man nur wenige Kilometer weiter im Landesinneren strahlenden Sonnenschein bei deutlich wärmeren Temperaturen genießen.

 

 Linksverkehr:

Schottland ist ein wahrer Traum für Motorradfahrer. Doch leider ist die Tatsache, dass die Briten auf der „falschen“ Seite fahren für eine nicht unerhebliche Zahl von Motorradfahrern ein Hinderungsgrund, der Insel einen Besuch abzustatten.

Ich kann für meinen Teil nur sagen, dass der Linksverkehr absolut kein Problem darstellt und man sich sehr schnell an die neuen Regeln gewöhnt hat. Lediglich der erste Kreisverkehr wenn man von der Fähre kommt erfordert etwas mehr Konzentration. Hier kann man sich an seinem Vordermann orientieren oder einfach einem langsam fahrenden Lkw folgen. Schon nach wenigen Kilometern hat man sich an den Verkehr gewöhnt.

Mir geht es eher so, dass ich nach Rückkehr aufs Festland Probleme habe, mich wieder an den „normalen“ Verkehr zu gewöhnen.

 

Single Track Roads:

Ganz typisch für Schottland sind die sogenannten Single Track Roads. Einspurige Straßen, auf denen nur ein Auto Platz hat. In regelmäßigen Abständen gibt es Ausweichbuchten, die das Passieren oder Überholen anderer Verkehrsteilnehmer ermöglichen. Hier gilt: wer den anderen zuerst sieht, der wartet und macht Platz. Es ist erstaunlich, wie diszipliniert und zuvorkommend die Schotten sich an diese Regel halten. Man sollte natürlich ebenfalls Rücksicht nehmen und sich stets mit einem Gruß bei den Wartenden bedanken. Da in den Highlands nicht allzu viele Autos unterwegs sind, ist auf den Sigle Track Roads ein enormer Fahrspaß garantiert.

 

Essen und Trinken:

Vielleicht mag es Leute geben, die mir widersprechen aber Schottland ist kein Feinschmeckerparadies. Es gibt Ausnahmen aber in der Regel wird – wie auch in England – frittierter Fisch mit Fritten angeboten. Ansonsten gilt Haggis als das typischste Gericht in Schottland. Wer deutsche Hausmannskost mag, der wird Haggis sicherlich lieben. Ich persönlich habe ihn immer bestellt, wenn er auf der Karte stand.

Neben Whiskey, wird in schottischen Pubs in erster Linie Bier getrunken. Hier stellt sich die Frage, wie und was bestellt man überhaupt. Die Auswahl ist gigantisch und mit „one beer please!“ erntet man nur fragende Blicke. Will man ein Bier, das einem Pils am ähnlichsten ist, dann bestellt man ein Lager. Wenn man jedoch ein wenig experimentierfreudig ist, so empfehle ich ein leckeres Ale. Hier gibt es in ganz Großbritannien eine riesige Auswahl. Während ein Lager bei etwa 5-7 Grad serviert wird liegt die Trinktemperatur bei einem Ale bei etwa 12 Grad. Auch der Kohlesäuregehalt ist niedriger. Ale ist der Grund dafür, warum viele Deutsche spotten, die Briten hätten nur schales Bier im Angebot. Hier heißt es probieren und selbst entscheiden.

Highlands & Islands – der Film über meine Schottlandreise

DVD - Highlands & Islands

 

 

 

 

 

 

 

Erhältlich als DVD oder Bluray

Weitere Infos im Shop.

 


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