Meine Motorräder

Lang, lang ist‘s her. Mit Freude denke ich an jene Zeit zurück, als vor über 25 Jahren mit Bestehen des Motorradführerscheins mein damals größter Traum in Erfüllung ging. Ich war endlich mobil und gehörte zu den Verwegenen.

Welche nehm ich bloß? Sie sind beide geil…

Meine Motorradlaufbahn begann ich damals auf einer Yamaha XV750 Virago. Zugegeben, alles andere, als ein Motorrad, mit dem man die Welt abseits asphaltierter Wege entdeckt. Doch soweit dachte ich damals noch nicht. Der Wunsch zu reisen reifte langsam in mir. Als ich die Fahrten zur Eisdiele und ständiges Chrom-Polieren irgendwann satt hatte, wurde klar, dass ich umsatteln musste.

Es kommt mir wie gestern vor und zugleich ist es eine halbe Ewigkeit her, als ich dann meine erste XT erstand; eine Yamaha Ténéré – allein der klangvolle Name, der eine Wüste im Süden der Sahara bezeichnet und in der Sprache der Tuareg „Das Land dort draußen“ bedeutet, war neben dem günstigen Preis und den vielen Erfolgen bei der Rally Paris-Dakar sicherlich einer der vielen Gründe, mich zum Kauf zu bewegen. Endlich stand dem Traum von Freiheit und Abenteuer nichts mehr im Wege. Ich war jung, mir fehlte das Geld, dennoch wollte ich in die große weite Welt hinaus.

Van See Reparatur

Vergaser-Check an der XTZ750 am Van-See in Kurdistan, kurz vor der Einreise in den Iran.

Die Jahre gingen ins Land und die Liebe zu diesem Motorrad blieb. Zwischenzeitlich bin ich gut rumgekommen – weiter, als ich es damals je zu träumen gewagt hätte. Auf all meinen Reisen habe ich unterdessen eines zu schätzen gelernt: ein Motorrad, auf das man sich verlassen kann. Zwar können Pannen natürlich auch dazu führen, tolle Menschen kennenzulernen, doch ehrlich gesagt ziehe ich es vor, auf dem Motorrad zu sitzen, anstatt mit ölverschmierten Händen davor zu knien. Tolle Begegnungen, das weiß ich aus Erfahrung, ergeben sich auch ohne technische Probleme.

 

Nach einer XTZ750 ergänzte vor fünf Jahren die XT660Z meinen Fuhrpark. Ein Motorrad, dass mir bis heute unglaublich treue Dienste leistet. Vor allem auf meiner über 50.000 Kilometer langen Reise von der Karibikküste Mexikos ans Polarmeer in Alaska und weiter nach New York. Eine defekte Blinkerbirne als einziger Defekt auf einer Tour, die mich durch alle Klimazonen geführt hat und auf der ich nicht zimperlich mit meinem Krad umgegangen bin, sprechen für sich. Wenn mein Körper an seine Grenzen gestoßen ist, hat mich dieses Motorrad immer treu begleitet.

Aktuell bin ich auf einer XT1200ZE unterwegs. Das beste Motorrad auf dem ich bislang gesessen habe – und das sage ich aus tiefster Überzeugung! Nach mittlerweile ebenfalls gut 70.000 Kilometern auf diesem Modell habe ich vor allem die Zuverlässigkeit, die Robustheit und den enormen Fahrspaß zu schätzen gelernt. In Südostasien hatte ich einige brenzlige Situationen, die – und da bin ich mir sicher – ohne ein so gutes ABS und das Beschleunigungsverhalten, anders ausgegangen wären…

Ein lang gehegter Traum ging in Erfüllung, als ich 2014 auf meiner Reise durch Japan die Gelegenheit hatte, die Firma Yamaha zu besuchen. Nach einem Gänsehaut-Empfang konnte ich mir dort einen Eindruck verschaffen, wie unter anderem mein Motorrad, die 1200er Ténéré entsteht. Einfach nur beeindruckend!

Derzeit plane ich bereits wieder eine große Reise im Jahr 2016 – natürlich auf einer XT!

 

 

 

Auf die Ausrüstung folgender Unterstützer kann ich mich seit vielen Jahren verlassen:

Yamaha1PoloSW-Motech2Heidenau1