Kategorie: Reiseberichte

08 Okt

Das großartige Ende einer unvergesslichen Reise

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 2 Comments

Als ich den Plan fasste, Norwegen mit dem Motorrad zu bereisen, stand für mich schnell fest, dass ich mir zum Abschluss der Reise den langersehnten Traum erfüllen würde, mit einem Schiff der legendären Hurtigruten zurück zu fahren. Nach 1.250 Seemeilen (2.310 Kilometer), 34 Häfen, Nordlicht- und Walsichtungen, weiß ich nun, dass die Fahrt von Kirkenes nach Bergen zu Recht als die schönste Schiffsreise der Welt bezeichnet wird.

Es war einfach perfekt, auf diese Weise die vielen Eindrücke, die ich in Norwegen sammeln durfte, sacken zu lassen und das Land aus einer völlig anderen Perspektive kennenzulernen. Klar, der Spaß war nicht billig – 1.306 Euro hat die fünftägige Fahrt (inklusive Vollverpflegung, Superior-Kabine und Mitnahme des Motorrades) gekostet. Doch da mir Erinnerungen tausendmal wichtiger sind und mich glücklicher machen, als materieller Besitz, war jede einzelne Seemeile ihren Preis wert.

Meine Tage in Norwegen sind leider gezählt. Mittlerweile bin ich wieder in Köln angekommen und habe an meinem Schreibtisch Platz genommen. Es gibt verdammt viel zu tun…

 

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08 Okt

Schiff ahoi!

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Eine traumhafte Reise geht langsam zu Ende. Nach nunmehr gut 12.000 Kilometern durch Norwegen stehe ich in Kirkenes unweit der russischen Grenze und beobachte wehmütig, wie die MS Nordkapp in den Hafen einläuft. Das Schiff der legendären Hurtigruten wird für die nächsten fünf Tage mein Zuhause sein und mich entlang der Küste bis in die Stadt Bergen bringen…

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08 Okt

Die schönste Straße Norwegens

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Eigentlich ist es unmöglich, die schönste Straße Norwegens zu benennen, denn mir fallen auf Anhieb ein gutes Dutzend ein, die diesen Titel verdient hätten. Bei manchen handelt es sind lediglich um eine Aneinanderreihung mehrerer Kurven, anderen wiederum folgt man über mehrere Tage und hunderte von Kilometern lang. Auch die Landschaften, durch die sie führen könnten unterschiedlicher kaum sein – von sanften Fjord-Landschaften im Süden bis zu wilden, von Gletschern geschliffene Steinwüsten im Norden. Bei allen spielt natürlich das Wetter eine entscheidende Rolle dabei, wie man sie wahrnimmt und erlebt.

Nachdem ich auf dieser Reise so ziemlich alle Straßen gefahren bin, die im Internet oder Reiseführern aufgezählt, in Landkarten markiert oder mir persönlich (von euch oder anderen Bikern vor Ort) empfohlen wurden, möchte ich eine Straße hervorheben, die mich als Motorradfahrer ganz besonders fasziniert hat. Seltsamerweise wurde sie nirgends erwähnt…

Es handelt sich dabei um die Fv341, die den östlichsten Ort Norwegens Vardø mit dem verlassenen Fischerdorf Hamningberg verbindet. Auf dieser gut 40 Kilometer langen und sehr schmalen Küstenstraße hat man das Gefühl, im wilden Südwesten der USA gelandet zu sein, der sich in die Arktis verirrt hat. WAHNSINN!!!👌👌👌

Aber wie gesagt, der Weg dorthin ist weit. Es gibt keine andere Straße in Norwegen, die einen weiteren Anfahrtsweg erfordert. Selbst vom Nordkap aus sind es auf dem kürzesten Weg nochmal gut 600 Kilometer.

Eine Strecke, die sich aber garantiert lohnt.. 👍👍👍

Ps: in meinem Film, der über diese Reise erscheinen wird, werde ich auch auf das Thema „schönste Straßen“ eingehen und die in meinen Augen perfekte Reiseroute durch Norwegen empfehlen…

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08 Okt

Das legendäre Nordkap

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Nach 10.143 Kilometern durch Norwegen habe ich den nördlichsten Punkt meiner Reise erreicht
Ja, ich gebe zu, dass ich dem Nordkap als Reiseziel nie sonderlich viel abgewinnen konnte. In meiner Vorstellung war der Ort zu überlaufen, die Fahrt dort hoch zu eintönig und das Ziel als solches zu wenig spektakulär.

Was für ein Unsinn!!!

Nach über 10.000 Kilometern durch dieses fantastische Land weiß ich nun, dass das Nordkap eines der lohnenswertesten Ziele überhaupt ist, die ich kenne. Überglücklich stehe ich an dem berühmten Wahrzeichen und beobachte, wie die aufgehende Sonne über der Barentsee den Ort in ein magisches Licht taucht.

Wer auch immer behauptet, eine Nordkap-Reise lohne sich nicht, der kann niemals dort gewesen sein…

Happy Trails Erik

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08 Okt

Du sitzt da und plötzlich fängt der Himmel Feuer…

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Seit Tagen schon nutzt du beinahe jede freie Minute, um dich über das Phänomen „Nordlichter“ zu informieren. Du surfst auf entsprechenden Websites, lädst dir „Aurora Apps“ herunter und studierst den sogenannten „KP-Index“ der NASA, der die solare Teilchenstrahlung beziffert. Ja du schiebst abends sogar dein Motorrad in die perfekte Position, damit du das Nordlicht auch ja gut in Szene setzen kannst. Schließlich …hat die App aus besagtem Index und Deiner Position eine hohe Wahrscheinlichkeit berechnet. Dann wird es dunkel. Und was passiert? Nichts! Absolut NICHTS!

Seit Tagen geht das so. Du hast die „doofen Polarlichter“ schon abgeschrieben, sitzt abends da, die ganze Fotoausrüstung ist verstaut und plötzlich bricht am Himmel wie aus dem Nichts ein Spektakel über dich herein, dass dir schwindelig wird.

PANIK! Wo ist das Weitwinkelobjektiv, wo der Timer, habe ich den Bildstabilisator ausgeschaltet, damit die Bilder vom Stativ nicht verwackeln? Dir schießen plötzlich 1.000 Fragen durch den Kopf. Und dann triffst du die einzig richtige Entscheidung! Scheiß auf die Aufnahmen! Wenn du DAS verpasst, dann bist du der größte Idiot aller Zeiten!

Endlich durfte ich dieses unglaubliche Spektakel erleben! Das Nordlicht zu sehen ist viel geiler, als ich es mir erträumt hätte. Wie Wolken, die in Zeitraffer grün, blau, rot und gelb um einen tanzen, ging es letzte Nacht über Stunden richtig ab. Teilweise 360° am GANZEN Himmel!

Da ist es auch wurscht, wenn man erst am frühen Morgen völlig übermüdet in den Schlafsack kriecht.

Gute Nacht!

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08 Okt

Die Tage werden kürzer

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Es ist erstaunlich, mit was für riesigen Schritten die Tage plötzlich kürzer werden. Mittlerweile geht die Sonne hier oben in der Arktis bereits vor 20 Uhr unter. Nur noch wenige Wochen verbleiben, bis sie sich für eine ganze Weile gar nicht mehr wird blicken lassen.

Mir kommen die dunkler werdenden Nächte ganz gelegen, denn somit erhöht sich von Tag zu Tag die Wahrscheinlichkeit, Polarlichter zu sehen…

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08 Okt

Marmelade aus arktischem Gold

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Es gibt wohl keine Pflanze, die den Norwegern so heilig ist, wie die Moltebeere. Diese Beeren wachsen fast ausschließlich in arktischen Regionen und erinnern mich geschmacklich an eine Mischung aus Himbeere, Brombeere und Sanddorn. Sprich sie sind so lecker, dass sie nicht wie alle anderen Beeren einfach so gepflückt werden dürfen, sondern man braucht die Erlaubnis des Grundstückbesitzers. Bei der Moltebeere kennt selbst das Jedermannsrecht keinen Spaß!

Auch ich bin in kürzester Zeit süchtig nach den Dingern geworden und wann immer ich sie am Straßenrand funkeln sehe, halte ich an, um mir den Bauch vollzuschlagen (wer mich kennt, der weiß, dass ich natürlich vorher eine Erlaubnis eingeholt habe 😉 ).

Um aber nicht ständig sammeln zu müssen, bin ich hier auf den Vesteralen dazu übergegangen, mir meine eigene Moltebeerenmarmelade zu kochen :-). So spare ich nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld, denn das Zeug ist im Handel unglaublich teuer…

Die Vesteralen haben mir übrigens mindestens genauso gut gefallen, wie die Lofoten. Die Berge sind zwar nicht ganz so hoch und schroff, dafür verirren sich nur sehr wenig Touristen auf die Inseln.

Weiter geht es nun über die Insel Senja in Richtung Nordkap.

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08 Okt

Ein Strand wie aus einer anderen Welt

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Wer einmal einen völlig menschenleeren Strand, wie aus einem Fantasy-Abenteuer erleben möchte, dem empfehle ich einen Spaziergang über den „Horseid-Beach“. Zugegeben, die Wanderung dorthin ist anspruchsvoll und extrem anstrengend🏃aber es lohnt sich.👌

Es ist ein tolles Gefühl seine Fußabdrücke auf einen einsamen Strand zu setzen, an dem sonst weit und breit kein Mensch zu sehen ist…

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08 Okt

Ich habe mir einen Traum erfüllt…

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Auf dieser Reise verbringe ich die überwiegende Zahl der Nächte im Zelt und campiere irgendwo wild. Von Anfang an stand für mich jedoch fest, dass ich auf den Lofoten mindestens eine Nacht in einer dieser typischen roten Fischerhütten (genannt „Rorbuer“) verbringen wollte.

In dem Ort „Hamnoy“ (das Foto meines vorletzten Posts) bin ich durch Zufall bei Reinefjorden Sjøhus fündig geworden. Dort habe ich genau solch eine urgemütliche Hütte wie aus dem Bilderbuch gefunden.

Da ich mich auf Anhieb unsterblich in mein neues Zuhause verliebt habe und eine Übernachtung nur 500 Kronen, also rund 53 Euro kostet, habe ich mir gleich vier Nächte gegönnt.

Die nächsten Tage werden ausschließlich aus Wandern, kleineren Motorradtouren, Essen fangen, Essen zubereiten und lange Schlafen bestehen. Letzteres fällt nicht schwer, denn das Einzige was ich in meiner gemütlichen Holzkoje unter dem Dach höre sind das Kreischen der Möwen und das Rauschen von Wellen und Wind. Ein Traum…

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08 Okt

Vorsicht Reizüberflutung!

Erik Peters / Norwegen 2017 / / 0 Comments

Die Eindrücke, die auf den Lofoten auf mich niederprasseln sind so gewaltig und vielfältig, dass ich vorsichtig sein muss, die Inseln nicht ausschließlich durch den Sucher meiner Kamera zu erleben. Man könnte hier monatelang ununterbrochen filmen und dennoch hätte man vermutlich das Gefühl, unzählige Wahnsinnsmotive seien einem durch die Lappen gegangen. Aus genau diesem Grund lasse ich es jetzt ruhig angehen. Zurück auf Los. Genauer gesagt nach Å (kürzester Ortsname der Welt – norw. „Bach“), denn so heißt der südlichste Ort der Lofoten. Von dort werde ich mich ohne Eile in Richtung Norden bewegen.

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